• 7 phasen Planung2

Phase 3

Die Planung

Zu Beginn jeder Planung muss ein geeignetes Planungsbüro gefunden werden. Dies erfolgt über eine Beauftragung. In geförderten kommunalen Projekten wird diese Tätigkeit durch den Bauherren (Gemeinden/Zweckverbände) ausgeschrieben, sodass der Auftrag erst nach Abschluss der einzuhaltenden Fristen erteilt werden kann.

Die Planung eines Glasfasernetzes ist umfangreich. Insbesondere in Großprojekten, in denen viele Kilometer Glasfasernetz entstehen und eine hohe Anzahl an Hausanschlüssen gebaut werden soll, kann diese Phase einige Zeit in Anspruch nehmen. Innerhalb der Planungsphase entsteht aus den einzelnen Vorverträgen eine zusammenhängende Trasse. Somit bestimmt jeder Bürger und jede Bürgerin durch ihren eingereichten Vertrag den Verlauf des Glasfasernetzes.

Ein Großteil der Arbeit des Planungsbüros besteht darin, Informationen für die im nächsten Schritt folgenden Ausschreibungen zusammenzustellen und zu berechnen. So werden die benötigten Materialmengen berechnet, damit entsprechendes ausgeschrieben werden kann. Das Planungsbüro muss sich im Zuge dessen auch mit den unterschiedlichen Untergründen und Bodenbeschaffenheiten auseinandersetzen, damit für jedes Teilstück die entsprechende Tiefbautechnik festgelegt und später durch das beauftragte Tiefbauunternehmen angewandt werden kann.

Zudem beginnt das Planungsbüro mit dem Einholen von Genehmigungen, denn diese müssen an besonderen Stellen wie etwa Bahnübergängen vorliegen, damit der Tiefbautrupp dort seine Arbeit durchführen darf.
Dies sind nur einige der vielen Aufgaben, die in der Planungsphase zu bewältigen sind.

200728 tng hp glasfaser genehmigungen

Was ist der Unterschied zwischen einer Genehmigung und einer Gestattung?

An bestimmen Orten darf der Tiefbau nicht ohne eine Genehmigung durchgeführt werden. Diese Genehmigungen sollen Orte wie etwa Naturschutzgebiete oder auch bestehende Infrastruktur wie öffentliche Straßen, Bahnstrecken oder andere Leitungsnetze vor unkontrolliertem Eingreifen schützen und müssen häufig an öffentlicher Stelle angefragt werden. Genehmigungen werden meist vom Planungsbüro eingeholt.


Gestattungen werden in der Regel benötigt für Privatgrund wie etwa ein Acker, auf dem der Tiefbau durchgeführt werden muss. Mithilfe der minimalinvasiven Pflugtechnik bedeutet der Tiefbau über Felder außerhalb der Ortschaften eine immense Zeit-, Material-, und Kostenersparnis. Diese Gestattungen werden meist vom Bauherrn bei den Landeigentümern eingeholt.

 

Was passiert, wenn der Planer eine Gestattung oder Genehmigung nicht erhält?

Sollte eine Gestattung oder Genehmigung einmal nicht erteilt werden, so muss das Planungsbüro eine Umplanung vornehmen. Diese Umstände sind nicht vorhersehbar und können zu Verzögerungen führen.

Zurück zu Phase 2 - Zu Phase 4