Bürgermeister Sven Müller zieht positive Bilanz

Bürgermeister von Winterbach: Sven Müller

Im Interview spricht Bürgermeister Sven Müller über die Ausgangslage, den Projektverlauf und was der Glasfaserausbau konkret für Winterbach bedeutet.

 

Außerdem: Wie es in den Teilorten Engelberg und Manolzweiler weitergeht.

Bürgermeister von Winterbach: Sven Müller

Glasfaser für Winterbach: Interview mit Bürgermeister Sven Müller

Schnelles, stabiles Internet gehört heute zur Grundausstattung einer Gemeinde – ähnlich wie die Strom- oder Wasserversorgung. Wer im Homeoffice arbeitet, wenn Kinder in der Schule digitale Aufgaben erledigen oder man einfach abends störungsfrei streamen möchte, merkt schnell, wo die Grenzen älterer Leitungen liegen. 

Winterbach hat sich entschieden, diese Grenzen hinter sich zu lassen. Gemeinsam mit der TNG Stadtnetz GmbH wurde der Glasfaserausbau in der Gemeinde auf den Weg gebracht und damit langfristig die Grundlage für die digitale Teilhabe geschaffen. 

Die Ausgangslage: Kupfernetz an seinen Grenzen

 

Herr Müller, wie war die Ausgangslage in der Internetversorgung vor dem Glasfaserausbau?

Internet wurde in Winterbach größtenteils über die Kupferkabel des Telefonnetzes (VDSL) bezogen. Hier ist die Geschwindigkeit des Internets sehr stark von der Länge der Leitungen abhängig, beim Internet über das TV-Kabelnetz wiederum von der Anzahl der angeschlossenen Haushalte.

Gab es dadurch konkrete Probleme, die Sie damals in der Gemeinde gespürt haben?

Da sich das Ausmaß und die Art der Internetnutzung stetig fortentwickeln, stoßen die herkömmlichen Internetanschlüsse oft an ihre Kapazitätsgrenzen. Einschränkungen durch „langsames“ Internet, wie etwa schwankende Geschwindigkeiten oder eine begrenzte Leistung bei mehreren gleichzeitigen Anwendungen, kennen auch die Betriebe und Haushalte in Winterbach.

Die Zusammenarbeit mit TNG

 

Wie haben Sie dann die Zusammenarbeit mit TNG während der Planungs- und Ausbauphase erlebt?

Wir sind dankbar und froh, dass wir mit der TNG Stadtnetz GmbH einen starken und verlässlichen Partner an unserer Seite haben, der den Glasfaserausbau in Winterbach nicht nur geplant, sondern auch ausgeführt hat und damit „alles aus einer Hand“ leistet. TNG bietet uns dabei einen eigenfinanzierten, flächendeckenden Ausbau ohne Vorvermarktungsquote, sodass jeder im Ausbaugebiet einen Anschluss erhalten kann.

Was hat Sie positiv überrascht?

Vom Abschluss der Ausbauvereinbarung bis zum Beginn der Arbeiten ging alles ausgesprochen schnell, das haben wir als sehr positiv empfunden. Zudem hat die TNG eine umfangreiche Informationskampagne durchgeführt, beginnend im Sommer 2024 mit einer großen Informationsveranstaltung für unsere Einwohnerinnen und Einwohner. So konnten Unsicherheiten geklärt und viele Fragen aus der Bevölkerung zum Netzausbau früh beantwortet werden.

Der Baufortschritt in Winterbach

 

Gab es einen Moment, an dem Sie dachten: „Jetzt nimmt das Projekt wirklich Fahrt auf“?

Am 8. Juli 2024 haben wir die Ausbauvereinbarung mit der TNG Stadtnetz GmbH unterzeichnet. Nachdem die Tiefbau- und Glasfasermontagefirma Krafteam GmbH bereits einen Großteil der Hausanschlüsse verlegt hatte, wurde mit dem Spatenstich für den Bau der Haupttrasse am 1. September 2025 der Glasfaserausbau schließlich für die gesamte Einwohnerschaft sicht- und spürbar. Und auch der zügige Baufortschritt konnte von da an täglich beobachtet werden: Bis Mitte Oktober waren bereits 30 Prozent der Straßenzüge fertig ausgebaut.

Gab es etwas, das Ihnen persönlich beim Ausbau besonders wichtig war?

Wichtig war es uns, im Vorfeld transparent über den Ausbau und die Zusammenarbeit mit TNG zu informieren und die Vorteile des Glasfaserausbaus aufzuzeigen, damit alle eine fundierte Entscheidung treffen können. Wert gelegt haben wir zudem auf möglichst geringe Belastungen für die Einwohnerschaft: Ähnlich wie beim Wasser- oder Gasanschluss müssen die Glasfaserleitungen in jedes Haus verlegt werden. Die finale Ausbauphase im Hauptort war deshalb natürlich auch mit Einschränkungen durch Baugruben, Lärmbeeinträchtigungen und Einschränkungen im Straßenverkehr verbunden.

Hatten Sie das Gefühl, dass sich Winterbach schnell auf das Projekt eingelassen hat?

Das Interesse war von Beginn an spürbar groß. Die hohe Nachfrage und die Zahl der hergestellten Glasfaseranschlüsse sprechen für sich: Vor dem Spatenstich im September 2025 hatten sich bereits rund 55 Prozent der Haushalte in Winterbach für einen Glasfaseranschluss entschieden. Ein deutliches Signal. Und auch die ersten Rückmeldungen nach Aktivierung der Glasfaseranschlüsse zeigen uns, dass dies der richtige Weg war.

Was Glasfaser für Winterbach bedeutet

 

Was bedeutet die neue Infrastruktur für Familien, Schüler:innen sowie ältere Bürger:innen?

Das Glasfasernetz schafft neue Möglichkeiten im Bereich Homeoffice und ortsunabhängigem Arbeiten, was zu einer besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie beiträgt. Familien, Schulen, Einrichtungen und die Gemeindeverwaltung profitieren von stabilen und schnellen Verbindungen, etwa bei digitalen Lernangeboten und Bürgerdiensten. Glasfaser kann darüber hinaus zur sozialen Teilhabe beitragen, durch Zugang zu digitalen Bildungsangeboten, Gesundheitsdiensten und Informationsressourcen. Dies kommt gerade auch älteren Mitbürgerinnen und Mitbürgern zugute.

Und für die Attraktivität Winterbachs als Wirtschaftsstandort ist Glasfaser ebenfalls wichtig?

Schnelles Internet ist heute ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen, Selbstständige und Fachkräfte. Eine moderne digitale Infrastruktur trägt zur Zukunftssicherheit der Gemeinde bei, da sie die Basis für den Einsatz innovativer Technologien in den Unternehmen schafft. Auf diese Weise können wir unsere Wirtschaft in ihrer Wettbewerbsfähigkeit unterstützen.

Wo sehen Sie für Winterbach die größten Chancen durch das Glasfasernetz?

Insgesamt sehe ich im Glasfaserausbau einen unverzichtbaren Baustein für eine nachhaltige, wirtschaftlich starke und lebenswerte Gemeindeentwicklung. Der Bedarf an einer leistungsstarken digitalen Infrastruktur ist groß und wird weiter steigen. Das Glasfasernetz ist deshalb nicht nur eine Infrastrukturmaßnahme, sondern eine strategische Investition in die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Es schafft die Voraussetzungen dafür, digitale Anwendungen in allen Lebensbereichen nachhaltig und leistungsfähig umzusetzen und damit auch kommenden Anforderungen gerecht zu werden.

Auch TNG ist äußerst zufrieden mit dem Verlauf des Glasfaserausbaus in Winterbach und Geschäftsführer Bernd Sontheimer zieht ein positives Resümee:

„Wir sind stolz darauf, Winterbach eine Infrastruktur bereitzustellen, die nicht nur den Bedürfnissen von heute gerecht wird, sondern die Gemeinde fit für die Anforderungen von morgen macht.

Für das entgegengebrachte Vertrauen und das Verständnis während der Bauarbeiten möchten wir uns an dieser Stelle nochmal ausdrücklich bedanken. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Gemeinde haben wir den Glasfaserausbau hier zügig und problemlos durchführen können.“

Wie es in Engelberg und Manolzweiler weitergeht

 

Jetzt gilt es, die Außenlagen Engelberg und Manolzweiler an das Netz anzuschließen. Alle notwendigen Genehmigungen für den Baustart liegen inzwischen vor, sodass diesem nichts mehr im Wege steht. Die Firma Krafteam GmbH wird auch dort im Einsatz sein und den Ausbau durchführen. 

Weiterhin gilt für alle Bewohner:innen Winterbachs derzeit noch das Angebot des kostenfreien Hausanschlusses*. Jeder, der einen Glasfaseranschluss möchte, soll ihn ohne Probleme erhalten können.

Auszeichnungen CHIP

Wir sind TNG. Echte Glasfaser.

TNG Stadtnetz GmbH ist einer der größten unabhängigen Glasfaseranbieter Deutschlands mit eigenem Netz, eigenem Service und über 25 Jahren Erfahrung.

 

TNG ist ein regional verwurzeltes Unternehmen, das sein Glasfasernetz selbst plant, baut und betreibt. Das bedeutet direkte Verantwortung für Qualität und Verlässlichkeit – ohne Zwischenstufen.

*Anmerkung der Redaktion: Beim Bau des Hausanschlusses ist eine Länge von 20 m Tiefbau inklusive. Jeder weitere Meter kostet 49 €. Die bei Ihnen benötigte Leitungslänge wird im Rahmen des Begehungstermins vor dem Baustart gemessen. Sie erhalten von uns ein separates Angebot über die zusätzlichen Kosten. Sollten durch Mehrmeter weitere Kosten entstehen, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit, vom Vertrag zurückzutreten.

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