Nachträglicher Glasfaserausbau
Die erste Bauphase des Glasfasernetzes ist in Ihrem Gebiet abgeschlossen - aber wie geht es jetzt weiter? Wir erläutern, wie der Ablauf für einen Hausanschluss ist, wenn Sie sich nach der ersten Bauphase für Glasfaser entscheiden.
Was passiert in der ersten Bauphase?
Wenn wir Glasfaser in eine Region bringen, machen wir das in zwei Schritten. Beim Initialausbau (erste Bauphase) erschließen wir ein ganzes Gebiet auf einmal: alle Häuser, deren Bewohner:innen zu diesem Zeitpunkt einen Vertrag mit uns haben, werden innerhalb einer festen Bauphase angeschlossen.
Was passiert nach Abschluss der ersten Bauphase?
Sobald die erste Bauphase abgeschlossen ist, beginnt die Nachverdichtung: Wir schließen einzelne Haushalte nachträglich an, die zum Zeitpunkt des Initialausbaus noch keinen Vertrag hatten.
Der wichtigste Unterschied für Sie: Bei der Nachverdichtung wird Ihr Anschluss einzeln geplant und umgesetzt – nicht zusammen mit der ganzen Nachbarschaft. Da das Hauptnetz aber schon liegt, bleiben nur noch wenige Schritte bis zu Ihrem aktiven Anschluss.
In drei Schritten zum Glasfaseranschluss
Vom Vertragseingang bis zur Aktivierung dauert es meist nur wenige Wochen
✔ Individuelle Bauplanung
✔ Beauftragung Nachunternehmer
✔ Tiefbau bis zur Hauswand
✔ Hausdurchführung
✔ Innenhausverkabelung
✔ Bereitstellung (Konnektierung)
✔ Aktivierung & Einweisung
Verfügbarkeit prüfen und ganz einfach online bestellen
In wenigen Schritten zum Abschluss Ihres neuen Glasfaseranschlusses:
- Verfügbarkeit an Ihrer Adresse prüfen
- Wunschtarif auswählen
- Dateneingabe und Bestellung
Wie erfolgt der nachträgliche Glasfaserausbau?
Phase 1: Vorbereitung & Planung
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Vertragsprüfung
Sobald Ihr Vertrag bei uns eingeht, prüft unser Auftragsmanagement die Daten und übergibt den Auftrag an die Bauplanung.
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Individuelle Bauplanung
Anders als beim Initialausbau planen wir Ihren Anschluss individuell: Wie verläuft die Trasse vom nächsten Verteilerpunkt zu Ihrer Hauswand? Welches Material wird gebraucht? Welche Genehmigungen müssen eingeholt werden?
Wenn Sie in einem Mehrfamilienhaus wohnen, klären wir parallel die Zuständigkeit von Eigentümer:in oder Hausverwaltung.
Komplexe Gebäudestrukturen, lange Trassen oder ungeklärte Eigentumsverhältnisse bei Mehrfamilienhäusern können zusätzliche Abstimmungs- und Planungsschritte nötig machen.
Was ist die Trasse? Der unterirdische Leitungsweg entlang der Straße, über den das Glasfaserkabel von unserem Verteilerkasten zu Ihrem Haus geführt wird. -
Beauftragung Nachunternehmer
Anschließend beauftragen wir einen Nachunternehmer. Das ist eine erfahrene Fachfirma, die wir regional einsetzen. Im Idealfall sind es rund acht Wochen vom Vertragseingang bis zur Aktivierung.
Phase 2: Kontakt & Bauarbeiten
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Anruf vom Nachunternehmer
Etwa ein bis zwei Wochen nach Vertragsabschluss meldet sich der Nachunternehmer telefonisch bei Ihnen, um den ersten Termin zu vereinbaren: die Hausbegehung. Damit der Nachunternehmer planen kann, brauchen wir Ihre Rückmeldung.
Wichtig: Anruf von unbekannter Nummer – nicht ignorieren! Der Anruf kommt nicht von einer TNG-Nummer. Oft ist es eine Mobilnummer oder eine unbekannte Festnetznummer. Bitte gehen Sie ran oder rufen Sie zurück – damit unnötige Verzögerungen beim Ausbau vermieden werden können.
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Hausbegehung
Bei der Hausbegehung schaut sich ein Techniker vor Ort an, wo das Kabel ins Haus geführt wird, wie die Bohrung verläuft und wo das Modem aufgestellt wird. Das Ergebnis wird im Begehungsprotokoll elektronisch festgehalten und von Ihnen unterschrieben. Mieter:innen sprechen sich am besten vorher mit der Hausverwaltung ab, falls Bohrungen oder Verlegearbeiten geplant sind.
Erfahren Sie in unserem Artikel zur Hausbegehung bei Glasfaser, wie genau der Begehungstermin abläuft und wie Sie sich optimal darauf vorbereiten können.
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Tiefbau
Danach folgt der Tiefbau: Das Glasfaserkabel (LWL = Lichtwellenleiter) wird vom Verteilerpunkt bis zu Ihrer Hauswand verlegt. Vom nächsten Verteilerpunkt im Straßen- oder Gehwegbereich wird ein Leerrohr mit Glasfaserkabel bis zu Ihrer Hauswand verlegt. In der Regel passiert das in offener Bauweise. Ein schmaler Graben (meist 30 bis 60 cm tief) wird geöffnet, das Rohr eingelegt und der Graben anschließend verschlossen und verdichtet. Bei besonderen Gegebenheiten – etwa Pflasterflächen, gepflasterten Auffahrten oder dichter Bepflanzung – kann auch eine schonendere Verlegetechnik wie eine Spülbohrung zum Einsatz kommen.
Hierfür müssen Sie nicht zu Hause sein. Für Tiefbau im öffentlichen Raum brauchen wir eine verkehrsrechtliche Anordnung. Die Bearbeitung durch die Behörde dauert in der Regel 10 bis 14 Tage, manchmal länger.
Was ist LWL? Der technische Fachbegriff für das Glasfaserkabel "Lichtwellenleiter". Es überträgt Daten als Lichtsignale – deutlich schneller und störungsunempfindlicher als herkömmliche Kupferkabel.
Was ist ein Leerrohr? Ein Schutzrohr, das beim Tiefbau in den Boden eingelegt wird. Das Glasfaserkabel wird anschließend in dieses Rohr eingezogen – so ist es vor Feuchtigkeit und Beschädigung geschützt.
Was ist eine Spülbohrung? Eine grabenlose Verlegetechnik: Das Rohr wird mithilfe von Druckwasser unterirdisch durchgebohrt und gezogen, ohne dass ein offener Graben ausgehoben werden muss. Wird bei Pflasterflächen, Auffahrten oder dichter Bepflanzung eingesetzt.
Was ist eine Kernbohrung? Eine präzise, kreisrunde Bohrung durch die Hauswand, über die das Glasfaserkabel ins Gebäude geführt wird. Der Durchmesser beträgt nur wenige Zentimeter. Die Öffnung wird anschließend gas- und wasserdicht verschlossen.
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Hausdurchführung
An der bei der Begehung festgelegten Stelle setzt der Techniker eine Kernbohrung durch die Hauswand – meist in den Keller oder Hausanschlussraum. Das Glasfaserkabel wird durchgezogen, die Bohrung wird anschließend gas- und wasserdicht verschlossen. So bleibt Ihre Gebäudehülle dicht und Sie haben einen sauberen Übergang von außen nach innen.
Nach den Tiefbauarbeiten werden Pflaster, Rasen oder andere Außenanlagen fachgerecht wiederhergestellt. Sollte trotz Sorgfalt einmal ein Schaden zurückbleiben, übernimmt der ausführende Nachunternehmer die Regulierung. Dies können Sie uns direkt melden.
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Innenhausverkabelung
Vom Hausübergabepunkt (APL) bzw. Glasfasermodem (ONT) muss die Verbindung bis zu Ihrem Router hergestellt werden. Dieser Kabelweg sollte so vorbereitet werden, dass die volle Bandbreite Ihrer Glasfaserleitung auch tatsächlich am Router ankommt.
Bitte beachten Sie: Die Umsetzung bzw. Beauftragung der Innenhausverkabelung muss durch die Eigentümer:innen eigenständig erfolgen.
Grundsätzlich gilt:
- Wenn der ONT im Keller montiert ist (z. B. im Einfamilienhaus), empfehlen wir, den Router in einem zentralen Raum bzw. dort zu platzieren, wo Ihre Endgeräte am häufigsten genutzt werden. Die Verbindung zwischen ONT und Router sollte über eine geeignete Innenhausverkabelung erfolgen. Verwenden Sie hierfür ein Netzwerkkabel vom Typ CAT6.
- In Mehrfamilienhäusern wird der ONT in der Regel direkt in der Wohnung montiert. Auch hier sollte der Router möglichst zentral positioniert werden, um eine optimale WLAN-Abdeckung zu erreichen. Die Verbindung zwischen ONT und Router sollte ebenfalls über ein CAT6-Netzwerkkabel hergestellt werden.
Die Kabelverlegung kann dabei möglichst unauffällig erfolgen – beispielsweise über vorhandene Kabelschächte, hinter Sockelleisten oder über Aufputzkanäle.
Für weitere Informationen zur Verkabelung, schauen Sie auf unsere Einrichtung Glasfaseranschluss Seite.
Phase 3: Montage & Aktivierung
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Technische Geräte montieren
Im letzten Schritt werden die Geräte installiert, die Ihren Anschluss nutzbar machen.
Abschlusspunkt Linientechnik (APL): Hier kommt das Glasfaserkabel von außen ins Haus und wird abgeschlossen. Der APL bildet den Übergabepunkt zwischen unserem Netz und Ihrer Hausverkabelung – meist im Keller oder Hausanschlussraum.
Glasfaser-Teilnehmeranschluss (GF-TA): Das ist die Glasfaserdose in Ihrer Wohnung – vergleichbar mit einer klassischen Telefondose, nur eben optisch. An der GF-TA wird Ihr Modem (ONT) angeschlossen.
Optical Network Termination (ONT): Dieser wandelt das Lichtsignal aus der Glasfaser in nutzbares Internet um. Er wird in Ihrer Wohnung montiert, braucht eine Steckdose und wird per Patchkabel mit Ihrer FRITZ!Box verbunden. Ein Patchkabel ist eine spezielle Art von Netzwerkkabel, das zur flexiblen Verbindung von Endgeräten dient.
Sofern zu Ihrem gebuchten Tarif ein Router gehört, schicken wir Ihnen diesen ebenfalls per Post zu. Die voreingestellte FRITZ!Box wird an den ONT angeschlossen und so mit unserem Netz verbunden.
Werfen Sie zur richtigen Verkabelung einen Blick auf unsere Informationsseite Router und Endgeräte.
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Bereitstellung (Konnektierung)
Sobald die Montagefirma den Hausanschluss fertiggestellt hat, meldet sie uns, dass der Anschluss technisch betriebsbereit ist. Diese Rückmeldung nennt man „Konnektierung“ oder „Erschlossenmeldung“.
Erst nach dieser Meldung können wir Ihren Glasfaseranschluss aktivieren.
Die Konnektierung ist außerdem der Zeitpunkt, an dem ein Anbieterwechsel gestartet werden kann.
Hinweis zum Anbieterwechsel
Wir empfehlen Ihnen die Nutzung unseres Anbieterwechselservices – am besten direkt bei der Bestellung.
Dabei übernehmen wir für Sie:
- die Kündigung Ihres bisherigen Vertrags
- die Rufnummernmitnahme (falls gewünscht)
Ihr Vorteil: Wir stimmen das Kündigungsdatum Ihres alten Anschlusses und die Aktivierung des neuen Glasfaseranschlusses aufeinander ab. So vermeiden Sie eine Versorgungslücke. Die Kündigung wird erst dann veranlasst, wenn sichergestellt ist, dass Ihr neuer Anschluss funktioniert.
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Aktivierung
Der Inbetriebnahme Ihres neuen Glasfaseranschlusses steht nun nichts mehr im Wege! Den Termin für die Aktivierung sowie Ihre persönlichen Zugangsdaten erhalten Sie in einem separaten Aktivierungsschreiben.
Mit diesen Zugangsdaten können Sie auch das Kundenportal myTNG nutzen und dort beispielsweise Ihre zukünftigen Rechnungen einsehen.
Informationen für Mieter:innen
Schnelles Internet direkt in Ihre Wohnung
✔ Kosten für Hausanschluss & Gebäudeverkabelung übernimmt TNG
✔ Keine nachträgliche Umlage durch Vermieter:in
✔ Mieter:innen zahlen nur ihren gewählten Tarif
Um die Glasfaserleitung in Ihrer Wohnung anzuschließen, sind kleinere Baumaßnahmen am Gebäude der Eigentümer:innen erforderlich. Bei der Abstimmung unterstützen wir gern!
Unterstützung bei Absprache mit Hauseigentümer:innen
Häufige Fragen und Antworten
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Wie lange dauert es beim nachträglichen Glasfaserausbau, bis mein Anschluss aktiv ist?
In Gebieten, in denen das Glasfasernetz bereits aktiv ist: In der Regel rechnen Sie mit 3 bis 6 Monaten nach Bestellung, im Idealfall sind es rund acht Wochen vom Vertragseingang bis zur Aktivierung. Die Zeit kann sich verlängern, wenn behördliche Genehmigungen länger dauern, Termine schwer zu vereinbaren sind oder bauliche Besonderheiten vorliegen.
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Wann findet die Hausbegehung beim nachträglichen Glasfaserausbau statt und wer meldet sich bei mir?
In bereits ausgebauten Gebieten, in denen das Glasfasernetz aktiv ist, gilt:
Etwa ein bis zwei Wochen nach Vertragsabschluss meldet sich der von uns beauftragte Nachunternehmer telefonisch bei Ihnen, um den Termin für die Hausbegehung zu vereinbaren. Das ist eine erfahrene Fachfirma, die wir regional einsetzen. Sie übernimmt für Ihren Anschluss in der Regel alle weiteren Schritte vor Ort, von der Begehung über den Tiefbau bis zur Aktivierung.
Der Anruf kommt nicht von einer TNG-Nummer. Oft handelt es sich um eine Mobilnummer oder eine unbekannte Festnetznummer. Bitte gehen Sie ran oder rufen Sie zurück – wenn Sie nicht erreichbar sind, verzögert sich der gesamte Ablauf.
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Wo kommt das Glasfaserkabel ins Haus, und wo wird gebohrt?
Das Glasfaserkabel wird an einer mit Ihnen festgelegten Stelle in Ihr Haus geführt – in den meisten Fällen im Keller oder Hausanschlussraum, dort, wo auch andere Versorgungsleitungen wie Strom oder Wasser ins Gebäude kommen. So bleibt das Kabel möglichst kurz und unauffällig.
An dieser Stelle setzt der Techniker eine Kernbohrung durch die Hauswand mit einem Durchmesser von wenigen Zentimetern. Das Kabel wird durchgezogen, die Bohrung anschließend gas- und wasserdicht verschlossen, damit weder Feuchtigkeit noch Schmutz eindringen können.
Die genaue Position der Bohrung und der Verlauf des Kabels im Inneren werden bei der Hausbegehung gemeinsam mit Ihnen festgelegt und im Begehungsprotokoll dokumentiert. Falls Sie Mieter:in sind, holen Sie bitte vorab das Einverständnis Ihres Eigentümer:innen oder Hausverwaltung ein.
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Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus – wie läuft das?
Als Mieter:in brauchen Sie das Einverständnis Ihrer Eigentümer:innen oder Hausverwaltung. Bitte stimmen Sie sich frühzeitig mit ihr ab, idealerweise vor der Begehung.
Wir unterstützen Sie gerne dabei. Möchten Sie, dass unsere Kolleg:innen aus dem Team Wohnungswirtschaft Kontakt zu Ihren Vermieter:innen oder der Hausverwaltung aufnehmen? Dann nutzen Sie bitte das Formular und teilen Sie uns alle relevanten Daten mit.
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Wer ist mein Ansprechpartner:in während des Baus?
Während der Bauarbeiten ist das Nachunternehmen Ihre direkte Ansprechstelle vor Ort. Für übergeordnete Fragen, Vertragsangelegenheiten oder Beschwerden können Sie sich gerne an uns wenden.
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Hinweis**Kostenloser Hausanschluss: Beim Bau des Hausanschlusses ist eine Länge von 20m Tiefbau inklusive. Jeder weitere Meter kostet 49 €. Die bei Ihnen benötigte Leitungslänge wird im Rahmen des Begehungstermins vor dem Baustart gemessen. Sie erhalten von uns ein separates Angebot über die zusätzlichen Kosten. Sollten durch Mehrmeter weitere Kosten entstehen, haben Sie grundsätzlich die Möglichkeit vom Vertrag zurückzutreten.
